Crunches Übung: Alles, was du darüber wissen musst! | ATLETICA

Crunches Übung

Kaum eine Übung ist so bekannt und gleichzeitig so unterschätzt wie der klassische Crunch. Als Paradebeispiel für das Bauchmuskeltraining hat er jahrzehntelang Fitnessstudios und Wohnzimmer dominiert. Doch was bringen Crunches wirklich? Wie führst du sie korrekt aus? Und wo liegen die Unterschiede zu anderen Bauchübungen wie Sit-ups oder Planks?

In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige rund um die Crunches Übung: Ausführung, Varianten, Fehlerquellen und wie du sie optimal in dein Training integrierst.

Russian Twists mit Medizinball

Was sind Crunches?

Crunches sind eine isolierte Übung zur Kräftigung der geraden Bauchmuskulatur (Rectus abdominis) also genau der Muskel, der bei einem definierten Bauch als „Sixpack“ sichtbar wird.

Im Gegensatz zu Sit-ups liegt der Fokus bei Crunches auf der Bewegung im oberen Rücken, während das Becken am Boden bleibt. Dadurch ist die Belastung geringer für Hüftbeuger und Wirbelsäule und der Trainingsreiz konzentriert sich stärker auf den Core.

Welche Muskeln werden bei Crunches trainiert?

Primär aktiviert werden:

  • Rectus abdominis (gerader Bauchmuskel)
  • Transversus abdominis (tiefliegender Bauchmuskel)
  • Obliquus externus (äußerer schräger Bauchmuskel je nach Variante)
  • Beckenboden & Hüftstabilisatoren (unterstützend)

Wichtig: Crunches trainieren nicht die untere Bauchmuskulatur isoliertdenn der Bauchmuskel ist funktionell eine Einheit.

So führst du Crunches korrekt aus

Ausgangsposition:

  • ckenlage auf einer Matte
  • Beine angewinkelt, Füße flach am Boden
  • nde locker an den Schläfen oder überkreuzt auf der Brust
  • Kinn leicht zur Brust (neutraler Nacken)

Ausführung:

  1. Spanne die Bauchmuskulatur an.
  2. Hebe den Oberkörper einige Zentimeter vom Boden ab ohne Schwung.
  3. Die Lendenwirbelsäule bleibt in Kontakt mit der Matte.
  4. Halte kurz oben dann langsam zurück in die Ausgangsposition.

Wichtig: Die Bewegung ist klein und präzise kein Aufsetzen wie beim Sit-up!

Crunches auf Hantelbank

Crunches vs. Sit-ups – der Unterschied

Crunches

Sit-ups

Oberkörper hebt nur leicht ab

Oberkörper richtet sich vollständig auf

Fokus auf oberen Bauch

Aktiviert mehr Hüftbeuger

Gelenkschonend

Höhere Belastung für Lendenwirbelsäule

Besser für Einsteiger & Rückengeplagte

Fortgeschrittene Bewegungsausführung nötig

 

Fazit: Crunches sind ideal für kontrolliertes, sicheres Bauchtraining Sit-ups eher für Fortgeschrittene mit stabiler Rumpfmuskulatur.

Varianten der Crunches Übung

Um das Training abwechslungsreich und effektiver zu gestalten, helfen folgende Varianten:

1. Reverse Crunches

Beine anstatt Oberkörper bewegen:

  • Hebe das Becken vom Boden ab
  • Ideal für den unteren Anteil der Bauchmuskulatur

2. Crunches mit Gewicht

Halte eine Gewichtsscheibe oder Kurzhantel vor der Brust oder über dem Kopf – für mehr Widerstand.

3. Fahrrad-Crunches

Abwechselnd Ellenbogen zum gegenüberliegenden Knie führen aktiviert zusätzlich die schrägen Bauchmuskeln.

4. Crunches auf dem Gymnastikball

Mehr Bewegungsspielraum und stärkere Aktivierung der Stabilisationsmuskulatur.

5. Cable Crunches

Crunches im Knien am Seilzug besonders intensiv und kontrolliert dosierbar.

Core Training

Wie viele Crunches sind sinnvoll?

  • Einsteiger: 2–3 Sätze à 12–15 Wiederholungen
  • Fortgeschrittene: 3–4 Sätze à 15–20 Wiederholungen oder Zeitbasierte Sätze (z.B. 30 Sekunden)

Wichtiger als hohe Wiederholungszahlen ist saubere Technik und bewusste Muskelansteuerung. Wer einfach durchrattert, trainiert meist mehr Schwung als Bauch.

ufige Fehler bei Crunches und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Hände ziehen am Kopf

Das belastet den Nacken und verringert die Muskelaktivierung.

Lösung: Lege die Fingerspitzen nur locker an die Schläfen oder verschränke die Arme auf der Brust.

Fehler 2: Zu große Bewegungen

Wer sich komplett aufsetzt, macht eher Sit-ups als Crunches und riskiert Fehlbelastungen.

Lösung: Nur den oberen Rücken anheben der untere bleibt auf der Matte.

Fehler 3: Keine Spannung im Core

Viele machen die Bewegung nur mechanisch ohne Bauchspannung.

Lösung: Bauchnabel nach innen ziehen, Spannung halten auch in der Abwärtsbewegung.

Crunches am Squat Rack

Wann sollte man Crunches eher meiden?

  • Bei akuten Rückenproblemen (v.a. Lendenwirbelsäule)
  • Nach bestimmten Operationen (z.B. Kaiserschnitt, Leistenbruch)
  • Bei starkem Übergewicht, wo alternative Core-Übungen (z.B. Planks) gelenkschonender sind

In solchen Fällen empfiehlt sich funktionelles Core-Training unter Anleitung – z.B. mit einem Coach oder Physiotherapeuten.

Wie sinnvoll sind Crunches für das Sixpack?

Ein häufiges Missverständnis: Crunches allein machen kein sichtbares Sixpack. Sichtbare Bauchmuskeln sind in erster Linie eine Frage des Körperfettanteilsund der hängt stark von Ernährung und Gesamtaktivität ab.

Das bedeutet:

  • Crunches formen den Muskel
  • Ernährung + Cardio + Krafttraining bringen die Definition

Wer also nur Crunches macht, aber Pizza liebt und sich wenig bewegt, wird das Sixpack selten zu Gesicht bekommen egal wie viele Wiederholungen.

Atletica-Tipp: Das richtige Equipment für effektive Crunches

Crunches gehen zwar auf der Matte aber mit dem passenden Equipment wirds effizienter:

Bei Atletica findest du hochwertiges Zubehör für dein Core-Training egal ob Anfänger, Fitness-Fan oder Profi.

Core stärken

Fazit: Crunches einfach, effektiv und (fast) überall machbar

Die Crunches Übung ist ein Klassiker und das zu Recht. Richtig ausgeführt, stärkt sie gezielt die Bauchmuskulatur, verbessert deine Rumpfstabilität und bildet die Grundlage für funktionelle Kraft im Alltag und Sport.

Doch wie bei jedem Training gilt: Qualität schlägt Quantität. Arbeite präzise, mit Fokus auf Spannung und Atmung und integriere Crunches in ein ganzheitliches Trainingsprogramm.

r noch mehr Effekt, Motivation und Abwechslung sorgt das passende Equipment direkt bei Atletica.

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